…wir sind alle schon ein wenig gespalten mit unserer Einstellung. Ich denke jeder freut sich schon wieder auf zuhause. Auf seine Liebsten, auf ein “normales” Essen und auf einen regelmäßigen und qualtitativ hochwertigen WC-Besuch. Die Verdauung hat fast allen unserer Gruppe einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Aber jeder blickt auch heute schon nach unserer gestrigen Abreise aus Bobo ein wenig wehmütig auf die vielen tollen Erlebnisse und die netten Leute zurück.
Aber was hat sich noch ereignet in den letzten Tagen. Am Mittwoche nach unserem 2. Konzert wurde kurzerhand ein Ruhetag eingeschoben – zur Freude aller Beteiligten. Aber auch an diesem Tag fand etwas fantastisches statt. Congarilla platzierte sich mit ihren Instrummenten auf dem zerfallenen LKW direkt vor unserem Haus und spielte eine kurze Session für die umliegenden Einwohner. Es dauerte nicht lange und die Leute strömten herbei. Congarilla spielten, die Erwachsenen lachten und die Kinder tanzten zu den Trommeltakten. Eine so tolle Kullisse müsste man normalerweise lange suchen – nicht so aber in Bobo.
Am Donnerstag war dann wieder ein ganz besonerer Tag. Wir machten einen Ausflug zu einen der ganz großen Sehenswürdigkeiten in Burkina Faso: die Cascades de Karfiguéla. Das sind Wasserfälle an denen der Fluss Comoé von den Sandsteinfelsen der Chaîne de Banfora in die Ebene fällt. Schon bei der Anfahrt freute sich mein Fotografenherz. Endlich hab ich “schöne Naturaufnahmen” von Burkina Faso im Kasten. So stellte ich mir Afrika vor. Bei der Ankunft wurde diese Eindrücke aber noch verstärkt. Nach ca. 20minütigen (schweißtreibenden) Fussmarsch kamen wir an ein schattiges Plätzchen direkt neben den Wasserfällen. Fast alle aus unserer Gruppe genossen den sonnigen Tag beim Plantschen im kühlen erfrischenden Wasser. An diesem Nachmittag machten wir kurzerhand auch noch ein kleines Shooting im Wasser mit Melina und Maria. Wir blieben fast bis zum Sonnenuntergang. Wir waren alle überwältigt von der Schönheit dieses Plätzchens.
Nach einer Nacht mit 5maligen WC-Besuch brach schließlich der Freitag herein. Am Plan stand ein Besuch beim Bürgermeister von Bobo und die Abreise von Bobo in Richtung unseres letzten Konzertes in Ouagadougou. Nach einstündiger Wartezeit betrat der Bürgermeister den Sitzungsraum und saß gemeinsam mit Pepi und Mamadou auf einer großen Tafel. Erinnerte mich an eine Pressekonferenz. Der Mann hatte Ausstrahlung. Mamadou wirkte hingegen am Anfang sehr nervös – man wird hier schließlich nicht jeden Tag vom Bürgermeister zu einer Audience eingeladen. Der Grund des Besuches war, dass Mamadou ein neues Grundstück für den Bau einer weiteren Schule von der Stadt geschenkt bekommen hat. Dieses besuchten wir anschließend auch noch
Die Anreise nach Ouaga fand in den Abendstunden statt. Vollergerammelt bis oben mit Musikinstrumenten, unseren Gepäckstücken, unserer Gruppe und Mamadous Brüder wälzte sich unser Bus über 5h in Richtung unserer Bleibe für die restlichen 2 Nächte. Mehr hätte der Diplomatenbus nicht vertragen denke ich. Komische Geräusche bei größeren Bodenwellen bestätigten meinen Eindruck.
1 Comment
Viki
10 Jan 2011 04:01 pm
Kann nur staunen über diese Fotos!
Afrika ist sicherlich einer der schönsten Kontinente auf der Welt!
Deine Fotos machen es fast lebendig!
Toll gemacht!
LG